Themenblock I

Praktisch, dass die Live-Sessions aufgenommen werden – Montagabend habe ich nämlich noch Uni. In meiner Aufzeichnung begrüßt Nina Kahnwald nun also Martin Ebner, Forscher und Leiter der Abteilung Vernetztes Lernen der Uni Graz.

Während die Begrüßung läuft, stöbere ich auf Ebner Homepage und seinem spannenden E-Learning Blog.

Jetzt ist Ebner am Mikro und spricht über die Bedeutung der PLEs. Er kündigt an, gleich viele Folien zum Thema zu zeigen – ich hoffe, mein Laptop spielt da mit. Seit Adobe Connect läuft, hat er sich deutlich verlangsamt.  Hat noch jemand das Problem?

Auf jeden Fall geht es in Ebners Seminareinheit um die Charakteristik des Lernens mit Social Media, das Konzept der PLEs und Beispiele für Anwendungen. Ich glaube, die Vorraussetzung „Grundlagen des Lehrens und Lernens mit Technologien“ sind bei mir erfüllt ;)

Wie wird ein Computer traditionell beim Lernen eingesetzt? Ebner stellt verschiedene Formen vor. Ich glaube, ich nutze den Computer in der Uni vor allem „content-bestimmt“. Ich organisiere mir über ihn Informationen (Internet, …) und bereite sie vernünftig auf (abspeichern, einordnen, strukturieren, umformulieren, …). Und ja, das mache ich immer noch hauptsächlich so, obwohl es schon eine ganze Weile das „social web“ gibt, das Web 2.0. Natürlich hat sich meine Art der Informationsbeschaffung geändert, ich schreibe jetzt mit Kommilitonen über Facebook oder tausche mich in Gruppen mit ihnen aus. Aber alle Möglichkeiten schöpfe ich wohl noch nicht aus.

Ebner spricht auch darüber, wie sich der Blick auf das Lernen verändert. Wenn ich mir seine Hauptpunkte anschaue, glaube ich nicht, dass viel davon schon im Unialltag angekommen ist. Welcher Dozent setzt schon auf Kompetenzen, selbstgesteuertes und lebenslanges Lernen? Die meisten Klausuren sind doch nach wie vor fürs Bulimie-Lernen konzipiert. Schön ist hier auch, wie Ebner ein paar Minuten später über die Uni als „closed castle“ referiert. Und er hat recht: An der Uni gilt vor allem das Prinzip, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Was in den nächsten Folien folgt, finde nicht so spannend. Wenn Ebner beispielsweise über die Funktion von Widgets spricht, gähne ich innerlich. Auf der anderen Seite glaube ich, dass jemand, der noch nie mit so etwas gearbeitet hat, damit eher überfordert ist. Aber er hatte es ja angekündigt: Informationsflut ;)
Richtig gut wird es wieder an dem Punkt, an dem er über die Oberfläche der TU Graz spricht und wie hier jeder individuell seine Widgets einsetzen kann. Ich habe nur noch nicht ganz verstanden – ist das dort schon flächendeckend umgesetzt? Oder noch Wunschtraum? Auf jeden Fall sieht es so viel praktikabler aus als unser TU-Dresden-Wulst aus Opal, dem Prüfungsanmeldesystem, den Mailverteilern etc.

Insgesamt ein toller erster Vortrag und ich war erstaunt, wie viele bis zum Ende am Ball geblieben sind und inhaltlich tolle Fragen stellen. Das MOOC-Prinzip funktioniert ;) Ich habe auf jeden Fall ein bisschen mehr verstanden, worum es bei den PLEs geht und auch meine eigene erstellt.

 

 

 

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2 Gedanken zu “Themenblock I

  1. Ja, die PLE steht jedem Nutzer zur Verfügung, im Beitrag wird auch ein Testaccount genannt, da kann man sich das selbst einmal anschauen.

    Interessant fand ich, dass Martin selbst keine technische PLE-Umsetzung nutzt, sondern seine Kanäle kennt. Seiten wie Netvibes oder iGoogle wurden damals ja ganz gut gehyped und galten als DIE lernerzentrierte Lösung. Aber solche Dashboards haben sich weniger durchgesetzt. Vielleicht liegt es am Misstrauen zentraler Plattformen gegenüber, aber ich denke, es hat eher andere Gründe: Für Browser ist die Auto-Vervollständigung mittlerweile Standard, man braucht sich keine konkreten URLs mehr merken. Es reicht, wenn man den etwaigen Ort kennt. Deshalb nutze ich auch Social Bookmarks: Ich tagge das, damit ich es später wiederfinden kann. Ein Dashboard hat dagegen nur begrenzte Kapazitäten.

    Und: Ja, Adobe Connect lässt meinen Rechner auch aufheulen.

    • Hab’s dann noch gefunden, danke!

      Hast recht, mir geht’s da ähnlich. Nachdem ich meinen Laptop neulich allerdings neu aufsetzen musste und meine ganzen Auto-Vervollständigungen weg waren, hab ich mich kurz geärgert, dass ich kein zentrales Dashboard hatte. Trotz Vorsatz: Ich mach’s wieder genau wie vorher ;)

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